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Kreativität ist kein Talent – ​​sondern dein Geburtsrecht

Viele Menschen sagen über sich selbst: „Ich bin einfach nicht kreativ.“ Oder: „Ich kann nicht malen.“ Dabei steckt hinter diesen Sätzen oft ein riesiges Missverständnis: Kreativität ist keine magische Gabe, mit der man geboren wird – sie ist eine Fähigkeit, die jeder trainieren kann.

Kreativität ist dein Geburtsrecht

Denk einmal zurück an deine Kindheit. Wahrscheinlich hast du als Kind gezeichnet, gebaut, gesungen, Geschichten erfunden – einfach, weil es Spaß gemacht hat. Kein Kind fragt sich: „Bin ich gut genug?“ – es macht einfach.

Doch irgendwo auf dem Weg ins Erwachsensein haben viele Menschen dieses Geburtsrecht aus den Augen verloren. Uns wurde beigebracht, dass Kreativität bewertet wird. Dass nur „begabte“ Menschen malen oder schreiben dürfen. Und das es dabei ein RICHTIG und ein FALSCH gibt. Und genau das blockierte uns.

Was galt als kreativ – und was nicht?

Neulich sprach ich mit einer Frau, die sagte: „ Ich bin nicht kreativ. “ Doch im Gespräch stellte sich heraus, dass sie fantastische Marmelade kocht und wunderschöne Taschen näht . Ist das keine Kreativität? Natürlich ist es das!

Doch viele Menschen denken, dass nur Malen, Musik oder das Schreiben kreativer Ausdrucksformen sind. Dabei steckt überall Kreativität:

  • Beim Kochen, wenn du die Zutaten neu kombinierst, um Auszuprobieren.
  • Im Gärtnern, wenn du Pflanzen arrangiert, Farben und Formen auswählst.
  • Im Nähen oder Heimwerken, wenn du eigene Ideen umsetzt.
  • Selbst im Alltag – wenn du eine neue Lösung für ein Problem findest.

Kreativität ist überall – du musst sie nur als solche erkennen.

Der Mythos der kreativen Genies

Wenn wir an Kreativität denken, sind uns oft große Künstler eingefallen – Picasso, Van Gogh, Da Vinci. Menschen, die scheinbar mit einem göttlichen Funken geboren wurden. Doch die Wahrheit ist: Kreativität ist nichts Mystisches. Sie ist ein Prozess.

Niemand würde erwarten, ohne Training einen Marathon laufen zu können. Genauso funktioniert Kreativität – sie wächst mit der Übung. Je mehr wir spielen, ausprobieren und experimentieren, desto leichter fällt es uns, neue Ideen zu entwickeln.

Drei Wege, um dein Geburtsrecht zurückzuholen

Hier sind drei einfache Wege, wie du deine Kreativität wieder in Gang bringst – selbst, wenn du glaubst, du seist „nicht kreativ“:

1. Erlaub dir, „schlechte“ Kunst zu machen

Perfektionismus ist der größte Feind der Kreativität. Statt auf das Ergebnis zu schauen, konzentriere dich auf den Prozess. Mal ein Bild, ohne zu überlegen, ob es gut wird. Schreibe einen Text, ohne ihn sofort zu überarbeiten. Erschaffe etwas, nur um des Erschaffens willen. Schon alleine die Idee absichtlich mit dem Quick-an Dirty Modus „schlechte Kunst“ zu schaffen ist großartig: dein Gehirn gerät bei dieser paradoxen Aufgabenstellung garantiert in einen staunenden HÄ? Zustand. Der wiederum ist eine geniale Ausgangsbasis für kreatives Schaffen jeglicher Art.

2. Mach Dinge anders als sonst

Kreativität ist oft nur eine Frage der Perspektive. Versuch mal, Dinge zu verändern:

  • Schreiben mit der anderen Hand.
  • Stell die Möbel in deinem Raum um.
  • Male ein Bild mit geschlossenen Augen.
    Diese kleinen Veränderungen bringen dein Gehirn dazu, neue Wege zu denken – genau das ist kreatives Training.

3. Setz dich bewusst kreativen Impulsen aus

Wenn du immer die gleichen Dinge tust, bekommst du auch immer die gleichen Ideen. Kreativität braucht Futter! Besuch eine Ausstellung, hör Musik aus einem Genre, das du nicht kennst, Blätter durch Kunstbücher oder schau dir ein Theaterstück an. Neue Reize bringen neue Ideen.

Kreativität ist kein Talent, sondern eine Entscheidung

Der größte Trick, um kreativer zu werden? Fang einfach an. Ohne Erwartung, ohne Bewertung. Mach den ersten Strich, schreibe das erste Wort, schneide das erste Stück Papier. Die Kreativität kommt im Tun – nicht im Warten.